Leistungen für Kinder und Jugendliche
Von der ersten Vorsorgeuntersuchung bis zur Bescheinigung für den Sportverein – was die Praxis anbietet und was nicht. Mit der Vorsorgereihe U2 bis J2.
Die Kinderarztpraxis Alkhoury in Andernach behandelt Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zum 18. Geburtstag. Zum Angebot gehören die Vorsorgereihe U2 bis J2, Impfungen einschließlich Reiseimpfungen, die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen, Labor, Schnelltests und Allergietests sowie Bescheinigungen für Kindergarten, Schule und Sportverein. Hausbesuche gehören nicht dazu.
Welche Vorsorgeuntersuchungen bietet die Praxis an?
Die Reihe: U2 bis U9, U10 und U11, J1 und J2, dazu Hörtest, Sehtest und Entwicklungsdiagnostik. Von der U2 in den ersten Lebenstagen bis zur J2 mit siebzehn liegen rund dreizehn Untersuchungen.
Die U1 gehört nicht dazu. Sie findet direkt nach der Geburt in der Geburtsklinik statt. Die Betreuung in dieser Praxis beginnt mit der U2.

Wann ist welche Untersuchung fällig?
Die Zeiträume für U2 bis U9 stehen in der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Neben dem eigentlichen Zeitraum gibt es jeweils eine Toleranzgrenze: Wer den Termin knapp verpasst, kann die Untersuchung innerhalb dieser Spanne nachholen, ohne sie zu verlieren.
| Untersuchung | Zeitraum | Toleranz | Kasse |
|---|---|---|---|
| U2 | 3.–10. Lebenstag | 3.–14. Lebenstag | alle |
| U3 | 4.–5. Lebenswoche | 3.–8. Lebenswoche | alle |
| U4 | 3.–4. Lebensmonat | 2.–4,5. Lebensmonat | alle |
| U5 | 6.–7. Lebensmonat | 5.–8. Lebensmonat | alle |
| U6 | 10.–12. Lebensmonat | 9.–14. Lebensmonat | alle |
| U7 | 21.–24. Lebensmonat | 20.–27. Lebensmonat | alle |
| U7a | 34.–36. Lebensmonat | 33.–38. Lebensmonat | alle |
| U8 | 46.–48. Lebensmonat | 43.–50. Lebensmonat | alle |
| U9 | 60.–64. Lebensmonat | 58.–66. Lebensmonat | alle |
| U10 | 7 bis 8 Jahre | – | Zusatz |
| U11 | 9 bis 10 Jahre | – | Zusatz |
| J1 | 13 bis 14 Jahre | – | alle |
| J2 | 16 bis 17 Jahre | – | Zusatz |
Neu seit dem 20. August 2026: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat eine zusätzliche U10 für Kinder zwischen 9 und 10 Jahren beschlossen, die Regelleistung werden soll – mit Schwerpunkt auf Übergewicht, Bewegung, Mediennutzung und psychischen Auffälligkeiten. Angeboten werden kann sie erst, wenn die Vergütung dafür geregelt ist. Bis dahin gelten die Angaben in der Tabelle. Wir sagen hier Bescheid, sobald sich etwas ändert.
Was passiert bei einer Vorsorgeuntersuchung?
Jede Untersuchung folgt demselben Grundmuster: Gespräch über den bisherigen Verlauf, körperliche Untersuchung, ein Blick auf die altersgerechte Entwicklung und die Beratung dazu. Was im Einzelnen geprüft wird, verschiebt sich mit dem Alter – bei den frühen Untersuchungen stehen Wachstum, Reflexe und Organe im Vordergrund, später Sprache, Motorik, Verhalten und der Impfstatus.
In dieser Praxis gehören Hörtest, Sehtest und Entwicklungsdiagnostik dazu, ohne dass Sie dafür an eine zweite Stelle müssen.
Was ist der Unterschied zwischen U-Untersuchungen und J-Untersuchungen?
Die U-Untersuchungen begleiten die ersten Lebensjahre bis zum Schulalter. Die J-Untersuchungen richten sich an Jugendliche: Die J1 mit 13 bis 14 Jahren ist die erste, bei der die Jugendlichen selbst im Mittelpunkt stehen – Körper, Entwicklung, Impfschutz und die Fragen, die sie mitbringen. Die J2 mit 16 bis 17 Jahren schließt die Reihe ab.
Zahlt die Krankenkasse die U10, U11 und J2?
Nicht überall. U2 bis U9 und die J1 sind Regelleistung – die zahlt jede gesetzliche Kasse. U10, U11 und J2 sind zusätzliche Untersuchungen; ein Teil der Kassen übernimmt sie freiwillig, ein anderer nicht. Ein Anruf bei der eigenen Kasse klärt das in zwei Minuten, und wir sagen Ihnen im Termin, was in Ihrem Fall gilt.
Was passiert, wenn wir einen Termin verpasst haben?
Innerhalb der Toleranzgrenze in der Tabelle lässt sich die Untersuchung normal nachholen. Ist auch die vorbei, bleibt die Untersuchung trotzdem sinnvoll – nur rechnet die Kasse sie dann nicht mehr als Vorsorge ab. Rufen Sie in dem Fall einfach an, wir finden einen Weg.
Warum die ganze Reihe bei einem Arzt?
Wer als Säugling zur U2 kommt, geht als junger Erwachsener nach der J2 wieder hinaus. Dazwischen liegen rund dreizehn Termine. Wenn sie alle in derselben Praxis stattfinden, muss bei jedem Termin niemand die Vorgeschichte neu erzählen – und Abweichungen fallen früher auf, weil jemand den Verlauf kennt und nicht nur den heutigen Befund.
Welche Impfungen sind möglich?
Impfungen für Kinder und für Jugendliche, dazu Reiseimpfungen. Vor jeder Impfung steht die Beratung: welcher Schutz ansteht, was er bewirkt, was danach normal ist und was nicht. Den Plan besprechen wir vorher gemeinsam, statt ihn nur abzuarbeiten.
Was ist, wenn das Kind akut krank ist?
Für akute Erkrankungen hält die Praxis jeden Tag Zeit frei. Behandelt werden unter anderem Erkältungen, Bauchschmerzen, Asthma, Allergien sowie Haut und Wunden. Bitte rufen Sie vorher kurz an, damit wir wissen, dass Sie kommen.
Termine nur nach Vereinbarung. Das gilt auch für akute Fälle – der Anruf vorher ersetzt keinen Termin, er sorgt dafür, dass die Zeit für Sie da ist. Die Kontaktdaten stehen unter Kontakt und Sprechzeiten.
Werden auch chronisch kranke Kinder betreut?
Ja. Neben akuten Erkrankungen begleitet die Praxis auch Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen – über längere Zeit und mit regelmäßigen Kontrollterminen. Was im einzelnen Fall sinnvoll ist, besprechen wir im Termin.
Welche Untersuchungen laufen in der Praxis selbst?
Labor, Schnelltests und Allergietests finden im Haus statt. Vieles klärt sich damit noch im selben Termin, ohne dass Sie ein zweites Mal irgendwo hinmüssen.
Was noch nicht dazugehört
Ultraschall sowie voraussichtlich Spirometrie und EKG sind für einen späteren Zeitpunkt geplant, stehen derzeit aber noch nicht zur Verfügung. Sobald es so weit ist, steht es unter Aktuelles – vorher nicht.
Welche Bescheinigungen stellt die Praxis aus?
Bescheinigungen für Kindergarten, Schule und Sportverein. Bringen Sie das Formular mit, wenn die Einrichtung eines vorgibt – das erspart einen zweiten Termin.
Gibt es Hausbesuche?
Nein. Außerhalb der Sprechzeiten gelten die regulären Notdienste – der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall die 112.
Für wen ist die Praxis da?
Für gesetzlich Versicherte, privat Versicherte und Selbstzahler. Die Sprechstunde findet auf Deutsch und Arabisch statt. Familien, die Fragen zur Gesundheit ihres Kindes lieber in ihrer eigenen Sprache stellen, brauchen dafür keinen Dolmetscher mitzubringen.
